Von den wilden Anfängen bis in die Gegenwart...
1988 Gründung
°°°°°° Es war einmal vor langer Zeit - da gab es eine Gruppe von 13 Frauen, die den orientalischen Tanz für sich entdeckt hatten. Ihre Lehrerin hieß Susan Brenner und man traf sich in der Fleischhauerstraße - im Hinterzimmer von Schuster Scholz. Schon bald drangen die für westliche Ohren exotischen Klänge aus dem Raum.
Aber optimal war das nicht, deshalb suchte man nach geeigneteren Räumlichkeiten. Schon bald war klar:

1989 ..... besser geht’s als Verein,
°°°°°° schließlich konnte man dann bei der Vergabe öffentlicher Räume, z.B. Turnhallen, berücksichtigt werden. Die Idee war geboren und einige aktive Frauen machten sich an die Umsetzung. Dort stießen sie auf so unerwartete Probleme wie die Frage: Wo findet sich eine Vereinssatzung? Natürlich bei einem Sportverein!
Daraus wurde die Satzung zurechtgestutzt für den "Verein für orientalischen Tanz e.V. Lübeck" und zum Amtsgericht Lübeck gebracht, um in das Vereinsregister eingetragen zu werden.

Übrigens sind von diesen 13 Gründerinnen heute noch 7 aktiv.

1989 Erster Auftritt als Verein "Die Geschichten der Sheherazade"
°°°°° Am 01. Dezember, wenige Monate nach der Vereinsgründung, fand der erste Vereinsauftritt unter diesem Titel statt. Es wurden Tänze einstudiert, eine Dekoration gebastelt und gezittert, ob denn wohl auch Publikum käme. Man hoffte auf 20 verkaufte Karten, um wenigstens auf die Kosten für die Dekoration zu kommen.

Aber als sich dann die Türen des alten Theaters Combinale öffneten, strömten über 100 Zuschauer herein, um die Show zu sehen. Das Theater war ausverkauft – ja, es mussten sogar Zuschauer an der Abendkasse abgewiesen werden. Daraufhin wiederholte man das Programm im Musikladen der Stadt Lübeck und stellte fest: Die Show war in jeder Hinsicht ein grosser Erfolg!

°°°°° Der erste Wachstumsschub
°°°°° Das Bauchtanzfieber griff um sich, die Entwicklung setzte sich positiv fort und es füllten sich die Anmeldelisten für neue Kurse. Der Unterricht fand vorerst in verschiedenen angemieteten Räumen statt. Doch zu einem intakten Vereinsleben gehört natürlich mehr: nämlich ein Ort, der es möglich macht, sich auch außerhalb des laufenden Unterrichts zu treffen.

1990 Der erste eigene Vereinsraum
°°°°° Dem ersten eigenen Vereinsraum in der Bergenstrasse gaben wir den Namen "Serail" – es gab dort zwar nur einen Bollerofen und ein winziges Toilettchen, aber Platz für 2 Spiegel und jede Menge Spaß – was wollten wir mehr!

°°°°° Das Vereinsleben
°°°°° Jetzt konnte das Vereinsleben richtig losgehen. Wir luden Gastlehrerinnen ein, veranstalteten Nähkurse, Workshops, ein laufendes Kursprogramm und vieles mehr. Aus diesen Kursen gingen neue Lehrerinnen hervor, die z. T. noch heute unterrichten.

°°°°° Vorurteile und wie man damit umgeht
°°°°° In den Pionierzeiten des orientalischen Tanzes stießen engagierte Frauen immer wieder auf ein ungläubiges Lächeln, wenn Sie von Ihrem Hobby berichteten.
Auch hiervon angespornt wollten wir diesen faszinierenden Tanz und unseren Verein durch diverse Aktivitäten bekannter machen, wie z.B. durch Auftritte auf dem Lübecker Altstadtfest, Radio Interviews im Offenen Kanal, Artikel in den Lübecker Nachrichten und natürlich durch unsere jährlich wiederkehrenden Auftrittsabende - und es gelang uns.
Wir bekamen reichlichen Zuspruch und konnten viele davon überzeugen, dass orientalischer Tanz keine besondere Form des Striptease ist.

°°°°° Ein Fernsehauftritt
°°°°° Eines Tages war sogar das Norddeutsche Fernsehen bei uns im "Serail" zu Gast. Um den Grund dafür zu erklären, müssen wir ca. 140 Jahre zurück in die Vergangenheit reisen:

"1760 wurden die Zigeunerinnen, die mit dem orientalischen Tanz ihren Lebensunterhalt bestritten, von Napoleon aus Kairo verbannt. Napoleon hatte Angst, dass sich ihre Tanzkünste nachteilig auf die Moral seiner Soldaten auswirken würden. Aber die Einheimischen wollten nicht auf Tanz und Musik verzichten. Kein Problem, sagten sich einige Männer, zogen Kostüme an und begannen selbst zu tanzen. Wie wir aus Überlieferungen wissen, waren Sie darin so gut, dass Reisende dachten, es wären Frauen."

Bei uns war zwar niemand verbannt worden, trotzdem wollten einige norddeutsche Männer diesen exotischen Tanz kennenlernen. So fand der erste Männer-Bauchtanz-Workshop mit dem persischen Lehrer Hamid in unserem Serail statt. Der 30 m2 grosse Raum füllte sich mit den 4 Tanzwilligen, einem Tanzlehrer und einem Dutzend Mitarbeitern des Fernsehens inkl. laufender Kamera, um diese Premiere für die Nachwelt festzuhalten.
Gerne würden wir dieses Ereignis wiederholen, wenn sich nur mutige Männer fänden!

1996 Der Verein platzt aus allen Nähten
°°°°° Inzwischen war unsere Mitgliederzahl auf über 150 Frauen angewachsen und das alles auf 30 m2 - es wurde langsam eng. Um überhaupt alle laufenden Kurse unterzubringen, mussten wir teure Räume anmieten oder wieder auf private Räumlichkeiten ausweichen, was nicht besonders förderlich für ein funktionierendes Vereinsleben war.
Auch ein Einbruch sowie weitere Unannehmlichkeiten verstärkten unseren Wunsch nach neuen und größeren Räumlichkeiten.

1997 Ein neues "SERAIL"
°°°°° Im Sommer war es endlich soweit: wir fanden neue Räume in der Nähe des Lübecker Bahnhofs und renovierten alles in Eigenarbeit. Vieles musste angeschafft werden und allein der Transport unserer grossen Tanzspiegel riss ein ziemliches Loch in die Vereinskasse. Deshalb blieb die Einrichtung am Anfang noch spartanisch.
Doch das spielte keine Rolle, denn endlich hatten wir in zwei Räumen mit zusammen über 100 m2 Platz genug und konnten unser Vereinsleben wieder so richtig genießen.

°°°°° Tag der offenen Tür
°°°°° Um uns in unserer neuen Umgebung vorzustellen, luden wir im November ein zum "Tag der offenen Tür". Orientalische Tänze, ein Basar und Schnupperunterricht boten den Gästen einen Einblick in unser Vereinsleben. Natürlich gab es auch Kaffee, Kuchen und viel Zeit zum Klönen. Kaum konnten wir die vielen Besucher unterbringen, die dank zahlreicher Spenden und reichlichem Verzehr des von Vereinsfrauen gespendeten Kuchens unserer arg gebeutelten Vereinskasse auf die Beine halfen.
Aber viel wichtiger war, dass auch hier wieder weitere Frauen für unseren Tanz begeistert werden konnten!

°°°°° Wir erzählen von unserem Tanz – oder: Warum Öffentlichkeitsarbeit?
°°°°° Ein Grund für unsere Öffentlichkeitsarbeit ist ein noch immer bestehendes Vorurteil, das dem Orientalischen Tanz anhaftet. In vielen Köpfen geistert nach wie vor das Bild einer dürftig gekleideten Animierdame herum. Leider oftmals durch den "Bauchtanz" bestätigt, der Touristen in vielen Urlaubsländern geboten wird.
Orientalischer Tanz bedeutet aber mehr als nur "Bauchwackeln". Wer sich mit diesem Thema auseinandersetzt, entdeckt sehr schnell, wie vielseitig dieser Tanz ist und dass seine Wurzeln in der Entstehungsgeschichte der Menschheit zu finden sind.
Darum versuchen wir, wann immer es möglich ist, den Orientalischen Tanz in allen seinen Facetten - von der traditionellen Folklore bis zur Moderne - zu zeigen und zu erklären. So wie in unserer Show von 1998:

1998 Eine Vereinsshow mal anders – "Cabaret Oriental"
°°°°° Seit 1998 haben wir das große Glück, dass uns die Freie Waldorfschule Lübeck für unseren Vereinsauftritt den Festsaal zur Verfügung stellt. Hier gibt es alles: Licht- u. Beleuchtungstechnik, ausreichend Platz zum Umziehen, einen Zuschauerraum in dem jeder etwas sehen kann und eine richtige Bühne - welch ein Luxus!!
Und obwohl uns manchmal die Nähe zu den Zuschauern fehlt, möchten wir diesen Veranstaltungsort nicht mehr missen.
In unserer Show "Cabaret Oriental" erzählten wir unseren Gästen von den großen bekannten Tänzerinnen Ägyptens, von Badia Masabne, Tahia Carioca, Samya Gamal, Naima Akef und vielen anderen. Wie aber bringt man die vielen, vielen Namen und Geschichten in einer 3 Stunden Show unter? Seid Ihr neugierig geworden?
Wenn ja, findet Ihr
hier einige Geschichten.

1999 10-jähriges Bestehen
°°°°° In diesem Jahr feierte der Verein für Orientalischen Tanz e. V. Lübeck sein 10-jähriges Bestehen – er zählte jetzt über 200 Mitglieder.
Doch wir ruhten uns nicht auf unseren Lorbeeren aus. Wir wünschten uns für die kommenden 10 Jahre, dass unser Tanz aus dem Morgenland einen festen Platz im Herzen der Menschen im Abendland findet, denn in unseren Hüften wiegen sich die Sterne.

°°°°° "Morgenland im Abendland" unsere Jubiläumsshow
°°°°° In unserer grosßen Jubiläumsshow erzählten wir von uns - für uns und unsere Gäste. Ein Großteil des Textes den Ihr gerade lest, wurde für diese Gelegenheit zusammengetragen. Weit über 400 Gäste konnten wir an diesem Abend verzaubern.

°°°°° Eine Weihnachtsfeier mit besonderen Gästen
°°°°° Unser Jubiläumsjahr war ein erfolgreiches Jahr mit vollen Kursen und vielen neuen Tänzerinnen. Grund genug, sich etwas Besonderes zu gönnen. Also engagierten wir Bilal und Chalil, zwei Musiker aus dem Libanon, um uns auf unserer Weihnachtsfeier ordentlich einzuheizen. Was für ein Erlebnis! Wer jemals zu Livemusik getanzt hat, weiß was ich meine. Plötzlich spielt es keine Rolle mehr, ob man Anfängerin oder Fortgeschrittene ist - keine kennt das Lied oder weiß, wann der nächste Akzent kommt. Der Raum war erfüllt von den Klängen der Trommeln und dem Gesang. Der Sänger übersetzte uns den Inhalt einiger Lieder und als wir von der vielen Tanzerei völlig außer Atem waren, haben wir gemeinsam gesummt und geklatscht, bis wir uns erholt hatten und weitertanzen konnten. Viel zu schnell ging der Abend zu Ende.

2000 "Sahirnee - Verzaubert" - unsere Millennium-Show
°°°°° In dieser Show beschritten wir neue Wege. Mit wenig Text und vielen Tänzen führten wir die Besucher in eine Zauberwelt. Wieder einmal füllte sich der Festsaal mit über 400 Gästen und – man glaubt es kaum – wir mussten noch zusätzliche Stühle aufstellen.

°°°°° Sommerfest
°°°°° Auch unser Sommerfest, das inzwischen ebenfalls zu einer festen Einrichtung geworden ist und wie in den vorangegangenen Jahren in der Musik- und Kunstschule stattfand, sollte in diesem Jahr etwas Besonderes sein. Wir wollten einem größeren Publikum Gelegenheit geben, zu Livemusik zu tanzen und wieder sorgten Bilal und Chalil für die richtige Stimmung. Zwischendurch – damit wir die Möglichkeit hatten uns zu verschnaufen - zeigten Tänzerinnen des Vereins ihr Können und als Überraschungsgast hatten wir Zarefah gewinnen können, ebenfalls für uns zu tanzen. Erst um Mitternacht machten wir uns vollkommen erschöpft vom vielen Tanzen auf den Weg nach Hause.

2001 "Magie des Orients - seine Tänze sind sein Zauber"
°°°°° Wir folgten dem Erfolgskonzept unserer "Sahirnee"-Show: wenig Text und viele Tänze. Einmal mehr konnten wir die Bandbreite des orientalischen Tanzes zeigen: Vom Brauttanz der Berberfrauen über den Tanz der Beduinenfrauen in der Wüste und Tribal Style bis zu Stocktanz, Lichtertanz und moderner Popmusik reichte die Palette der gezeigten Tänze.
Der Kartenvorverkauf war in diesem Jahr bis 2 Wochen vor der Show so schleppend, dass wir vom schlimmsten ausgegangen sind. Am Abend jedoch die große Überraschung: zum ersten Mal reichte die Kapazität des Festsaales nicht aus und zum ersten Mal seit unseren Anfangstagen sahen wir uns gezwungen, Besucher nach Hause zu schicken. Na ja - so kann man sich täuschen.

2001 Workshop, Workshops, Workshops
°°°°°2001 war das Jahr der Workshops. Neben den vielen Workshops, die von Vereinsfrauen durchgeführt wurden, konnten wir auch eine ganze Reihe von bekannten Lehrern/Lehrerinnen zu uns nach Lübeck holen.
Mustapha und Khadejah mit Stocktanz und tunesischer Folkore, Mona Habib, Libby Protero und Sylvianne Capell.
Außerdem wurde der fortlaufende Kurs mit Zarefah zu einer festen Einrichtung.
In diesem Jahr wurden zum ersten Male die WWW's organisiert die "Wilden Workshop Wochen". Dabei können sich die Teilnehmerinnen der laufenden Kurse ein Thema wünschen und dann wird geschaut, wer das wohl für 2 Abende unterrichten könnte. So ergibt sich die Gelegenheit für alle, andere Frauen aus dem Verein, vor allem aber auch mal eine andere Lehrerin kennenzulernen.

2001 Vorstandswahlen
°°°°°Es war wieder mal soweit, die Amtsperiode des Vorstandes ging zu Ende und es musste neu gewählt werden. Es ist nicht immer einfach, Frauen dafür zu gewinnen, da mit diesen Ämtern viel Verantwortung und einiger Zeitaufwand verbunden ist. Aus diesem Grund wurde beschlossen den geschäftsführenden Vorstand mit Beisitzerinnen zu ergänzen und damit die Arbeit besser zu verteilen.
Die Hauptversammlung endete mit einem weiteren folgenreichen Beschluss: "Wir wollen eine eigene Homepage!"

WWW ??????
°°°° Leichter gesagt als getan - erst einmal mussten viele Fragen gestellt und Antworten gefunden werden.
Wie soll unsere Homepage heißen? Was soll denn alles darauf zu finden sein? Welchen Umfang soll sie haben? Welchen Provider nehmen wir? Welches Layout? Mit welcher Software wollen wir arbeiten oder nur in html programmieren?
Fragen über Fragen ... über denen unser 4-köpfiges Internet-Team viele Stunden brütete, diskutierte, ausprobierte und so nach und nach die richtigen Antworten fand. Von einigen Ideen mussten wir uns verabschieden, weil sie entweder nicht praktikabel waren oder zu viel zu langen Ladezeiten geführt hätten.
Als das Grobkonzept stand und wir ungefähr wussten, wie groß die Seite wird, fiel auch die Entscheidung über den Provider und wir gingen online: www.orienttanz-luebeck.de

Natürlich gab es am Anfang viele Baustellen und nicht alles verlief reibungslos. Doch so nach und nach wurde die Site das, was Ihr heute hier seht. An dieser Stelle danken wir hier nochmal allen, die mitgeholfen haben. Sei es durch aktive Mitarbeit, durch Kritik oder einen Hinweis, ob etwas funktioniert oder nicht.

Oriental Gardens
°°°°°Schon lange suchten wir nach Möglichkeiten unsere Vereinsräume zu verschönern. Sehr gelegen kam uns da das Angebot von Telses Bruder, einem Kunstlehrer, der sich bereit erklärte mit Freiwilligen ein Wandgemälde zu kreieren.
Wir waren sehr gespannt auf Willis Entwurf und eine Handvoll Freiwillige fanden sich an einem Samstagmorgen ein. Der Entwurf fand großen Anklang und während die einen schon den Pinsel schwangen, zogen andere mit einer Einkaufsliste los, um das Fehlende zu besorgen.
An der durch eine Säule geteilten Stirnwand im grossen Vereinsraum entstand auf der einen Seite ein orientalischer Innenhof der auf der andern Seite in einen Garten überging. Um das ganze abzurunden, wurden alle Säulen im Tanzraum in die Komposition mit einbezogen und bekamen wunderschöne Ornamente.
Am Ende des zweiten Malwochenendes konnten wir dann alle zusammen feiern, um das gelungene Gemälde zu bewundern und den Künstler zu loben. Herzlichen Dank, Willi!

2001 "1001 Sterne-Fest"
°°°°°Unter diesem Motto stand das diesjährige Sommerfest in der Musik- u. Kunstschule zu Lübeck. Der Eintritt betrug 1001 Pfennige. Wir feierten wieder einen tollen Tanzabend und die interessierten Gäste bekamen auch das eine oder andere Tänzchen zu sehen.

2001 "Stadtteilfest in St. Ägidien"
°°°°°Schon langen stehen wir im Kontakt mit Gruppen und Vereinen, die die Multikulturelle Szene bevölkern. Aus einem dieser Kontakte entwickelte sich unser Auftritt auf dem Stadteilfest an der St. Ägidien Kirche. Aus der geplanten Stunde wurden 30 Minuten und umgezogen wurde sich in einem Nebenraum der Kirche. Es war klein und eng und ein prüfender Blick auf die vorgeschlagene Bühne bewies, dass diese eindeutig zu klein war und nicht den Versprechungen entsprach.

Aber das Wetter war gut, der Rasen grün und ein zahlreiches Publikum hatte sich eingefunden. So verlegten wir unsere Auftritte kurz enbtschlossen auf den Rasen und hatten viel Spaß.

2001 "Der Diwan"
°°°°°Im November fand in der Jugendbildungstätte "Mühle" in Bad Segeberg die Aufführung des Märchens "Der Diwan" statt. Der Erlös ging zugunsten des Projektes "Jugend gegen Gewalt".
Das "Ensemble Dance Oriental" in Zusammenarbeit mit einer Laien-Schauspieltruppe verzauberte seine Zuschauer mit einem durch Tänze untermalten Märchen.

2002 "..... und wieder mal umziehen"
°°°°°Leider hatte sich der Zustand unserer Vereinsräume in der Lindenstraße so verschlechtert, dass wir dringend etwas unternehmen mussten. Die Belastung mit Schimmelpilzen war bereits gesundheitsschädlich. So machten wir uns einmal mehr auf die Suche nach bezahlbaren und gut erreichbaren Räumen.
Der Zufall kam uns zu Hilfe und plötzlich waren wir im Besitz dreier wunderbarer Räume im Sportcenter Budokan am Herrendamm. Unser Status als eingetragener Verein hat hier sehr geholfen, sonst wären die Räume wohl unbezahlbar geblieben.
Parallel zu den Vorbereitungen für die Vereinsshow mussten nun auch noch das Renovieren der neuen und alten Räume sowie der Umzug organisiert werden, damit schon am 01. April 2002 der Unterricht am Herrendamm stattfinden konnte. ... und wir haben es geschafft!
Leider konnten wir unser Wandgemälde aus der Lindenstrasse nicht mitnehmen und so bleiben uns nur die Fotos und die Erinnerungen.

2002 "Tanzreise durch den Orient"
°°°°°Dieses Mal sollte alles anders sein. Das Organisationsteam fügte die Tänze in einen geschichtlichen Rahmen, indem sie die Reiseerzählungen von Carsten Niebuhr "Reise nach Arabien und anderen umliegenden Lädern" auszugweise vortrug.
Unterstützt wurde das Ganze durch das wunderschöne Bühnenbild, wie in unser Fotogalerie zu sehen.

2002 "Tag der offenen Tür"
°°°°°Zur Feier des gelungenen Umzuges und um unsere neuen Räume vorzustellen, organisierten wir einen "Tag der offenen Tür". In Absprache durften wir auch die große Sporthalle mit nutzen, wodurch uns viel Platz für Verkaufstände, Schnupperkurse, Tanzvorführungen, Essen und Trinken und einen tollen Vortrag über Herkunft, Verbreitung und Kleidung des orientalischen Tanzes zur Verfügung stand.

Die Resonanz und die Besucherzahlen an diesem Tag waren überwältigend.

2002 "Lehrerinnen AG"
°°°°°Seit dem Sommer treffen sich die Lehrerinnen des Vereins und solche, die es werden wollen regelmäßig, um ihre Kenntnisse auszutauschen. Eine echte Bereicherung des Vereinslebens, von dem alle profitieren.

2003 "An den Nachtfeuern der Karawanen"
°°°°°Wieder war ein Jahr um und schon seit einiger Zeit wurde für die die nächste Vereinsshow geprobt, die wieder mal ein ganz anderes Konzept haben sollte. Die Tänze waren eingebunden in Geschichten, die sich Frauen im Karawanenzelt erzählten. Eine passende Dekoration aus Zelten und die Einstimmung durch einen Flötenspieler entführten die Zuschauer in eine Zauberwelt, als plötzlich eine ins Zeltlager stürmende Touristengruppe alle aus dem Zauber riß. Sie sorgten für viele Lacher und ließen sich auf der Bühne zu einem Picknick nieder. Der Abzug der Touristen leitete dann den zweiten Teil ein.

Die Show war schon kurze Zeit nach Beginn des Vorverkaufes komplett ausverkauft und wir mussten vielen treuen Besuchern einen abschlägigen Bescheid geben.

2003 "Sommerfest"
°°°°°Schon wieder war es Sommer und es sollte natürlich wieder ein Fest geben, weil es im letzten Jahr so schön war; auch wieder bei uns im Herrendamm.
Kurzfristig fiel jedoch die grosse Halle aus, so daß klein-klein gefeiert wurde. Den einen war es zu eng, die anderen fühlen sich an die Zeiten in der Bergenstrasße erinnert und schwelgen in Erinnerungen. So hat jedes Ding zwei Seiten.

2004 "Der Bauch tanzt"
°°°°°Ein neues Jahr, eine neue Show und wieder mal ein anderes Konzept. Wie sich auch bereits in den letzten Jahren zeigte, decken die Interessen unser Vereinsfrauen viele verschiedene Arten von Tänzen ab.

Dieses Mal war vom klassischen Raks Sharki bis zum Hula aus Hawai alles dabei.

Unser Publikum war verzaubert, verwundert aber nie uninteressiert, was die vielen Rückmeldungen bewiesen. Manchmal war auch Kritik dabei, aber das ist völlig in Ordnung. Wir wollen ja immer ein wenig besser werden und das geht nur im Dialog mit unserem Publikum. Allen recht machen kann man es aber nie.

Seit langer Zeit wieder fanden zwei Shows statt. Eine am Samstagabend und eine Sonntagnachmittag. So konnten wir mehr Interessierten die Gelegenheit bieten, uns zu sehen. Von den Tänzerinnen wurde die Belastung sehr unterschiedlich empfunden. Einigen war es zu viel, für andere war es in Ordnung. Ob es 2005 wieder zwei Shows geben wird, steht noch nicht fest.

2004 Vorstandswahlen
°°°°°"Wer hat an der Uhr gedreht.." ist es wirklich schon wieder soweit? Ja, die Amtsperiode unseres Vorstandes war mal wieder rum und es mußte neu gewählt werden. Im Vorfeld kursierten die wildesten Gerüchte, aber am Abend der Hauptversammlung löste sich alles in Wohlgefallen auf und wir wählten doch recht zügig einen neuen Vorstand.

2004 Sommerfest
°°°°°Diesmal wieder in der Musik- u. Kunstschule. Es war ein Überraschungauftritt geplant, der leider nicht zustande kam. Trotzdem hatten alle mal wieder ihren Spaß.

2004 Wissenswertes
°°°°°In den letzten Jahren haben wir immer wieder neue Mitglieder bekommen. Nicht alle von Ihnen haben die Zeit oder das Geld, um zu Workshops zu fahren. Auf der anderen Seite haben wir wiederum viele Frauen, denen es gelungen ist, sich im Laufe der Zeit ein breites Wissen über den orientalischen Tanz anzugeignen.

Darum finden jetzt in unregelmäßigen Abständen Veranstaltungen unter dem Motto "Kleines ABC des orientalischen Tanzes" statt. Der Themenbereich wird vorher bekanntgemacht und die Interessierten können sich in Listen eintragen. Wenn genügend Teilnehmer zusammenkommen, findet das Treffen statt. Wir hoffen, dass viele Frauen dieses Angebot nutzen.

Der Verein heute
°°°°° Inzwischen ist der Verein für Orientalischen Tanz e.V. ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Lübeck. Nicht nur unsere Vereinsshow und das Sommerfest in der Musik- und Kunstschule locken jährlich immer mehr Freunde der orientalischen Tanzkultur an – auch die Tänzerinnen des Vereins werden regelmässig zu privaten und kulturellen Veranstaltungen, Stadtteilfesten, dem Altstadtfest oder auch zu einem Auftritt im Lübecker Rathaus eingeladen.

Zwar sind die Zeiten schwieriger geworden und auch die Anzahl von immer noch über 200 Mitgliedern täuscht nicht darüber hinweg, dass der Konsumgedanke überall präsent ist.
Mehr denn je bieten wir den Mitgliedern unseres Vereins ein umfassendes Kursangebot und Workshops zu den verschiedensten Themen an. Regelmäßig besuchen uns deutsche aber auch Lehrer und Lehrerinnen aus dem Ausland, um uns weitere Aspekte des orientalischen Tanzes zu vermitteln.
Manchmal wünschen wir uns, dass mehr Frauen sich aktiv am Vereinsleben beteiligen würden - denn ein Verein lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Gleichzeitig danken wir aber den Täzerinnen, die immer wieder bereit sind Aufgaben zu übernehmen, die einen Teil ihrer Freizeit opfern, um zu besorgen und zu organisieren, zu telefonieren und zu verhandeln oder – das Ergebnis habt Ihr vor Augen – uns dabei helfen, eine Internet-Präsenz mit vielen interessanten Themen zu erstellen.

Mal sehen was die Zukunft bringt. Vielleicht seid Ihr unsere Gäste bei der nächsten Show oder einer anderen Veranstaltung – insha‘allah!